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Grundlagen

Zwei Monate bis zum Windows-10-Ende: der Gerätecheck

11. August 2025 · RATH-iT · ← Zurück zum Blog
DIE STÜCKZAHL

Angeboten war der ganze Bestand.Getauscht werden mussten sieben Geräte.

Am 14. Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Zwei Monate reichen für einen geordneten Umstieg, für weiteres Zuwarten reichen sie nicht. Der erste Schritt kostet nichts, er besteht aus Zählen.

7von 19 Geräten
erfüllen die Anforderungen nicht, die übrigen zwölf schon
! Halb August, beim Mittagessen
12:15 Kollege „Wir tauschen heuer, also 2025, zwölf Rechner auf einmal.“
12:20 Kollege „Windows 10 läuft im Oktober aus, das war der Grund.“
12:50 Sekretariat „Wie viele Geräte wir haben? Das steht bei uns nirgends.“
13:40 Sie „Wir zählen das durch, wenn der Sommer vorbei ist.“

Wir erheben das gerade in mehreren Büros, und die Reihenfolge ist immer dieselbe: zuerst zählen, dann rechnen, dann bestellen.

Im Angebot standen neunzehn Geräte, bezahlt wurden am Ende sieben

Am Tisch liegt ein Angebot über den gesamten Gerätepark: neunzehn Arbeitsplätze, alle neu. Begründung: Windows 10. Das Büro haben wir wenige Wochen zuvor übernommen. Eine Inventarliste gab es dort nicht. Nun gut, neunzehn Geräte kann man auch ohne Liste bestellen. Nur weiß dann niemand, wofür man sie kauft.

Kostenpunkt: 1.500 Euro je Arbeitsplatz, macht 28.500 Euro für den ganzen Bestand. Gemeint ist der fertige Arbeitsplatz, Lizenz und Arbeitszeit inbegriffen, CAD- und Planungsarbeitsplätze liegen deutlich darüber. Wir haben jedes Gerät einzeln geprüft und nicht den Bestand im Ganzen geschätzt.

Ergebnis: Zwölf Geräte ließen sich umstellen, sieben musste das Büro tauschen. Sieben mal 1.500 macht 10.500 Euro. Die Differenz von 18.000 Euro wäre in Geräte gegangen, die noch drei Jahre laufen. Aufgefallen wäre das nie, weil danach ja alles funktioniert.

Am Stichtag zählt nur, was sich nicht umstellen lässt. Hier waren das sieben Geräte, nicht neunzehn. Die Zahl entscheidet über den Betrag, und der steht in diesem Fall nicht im Angebot, sondern erst nach unserer Erhebung fest. 18.000 Euro sind hier der Unterschied zwischen einer Liste und einer Schätzung.

Könnten Sie die Zahl auf Anhieb nennen?
Woran Sie den Zustand erkennen

Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.

Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.

01 Warten Sie bis heute auf eine Inventarliste Ihrer Geräte?
02 Ist offen, welche Ihrer Rechner Windows 11 überhaupt können?
03 Fehlt Ihnen eine Zahl, was der Umstieg bis zum 14. Oktober kosten wird?
04 Müssten Sie erst nachsehen lassen, ob bei Ihnen teilweise noch mit Office 2016 oder 2019 gearbeitet wird?
05 Kam ein Angebot, bevor jemand gezählt hat?
Woran Sie es im Alltag merken.

Wo die Prüfung bei Altgeräten hängt

An der Prozessorliste, nicht am Zustand. Ein gepflegtes Gerät von 2016 läuft tadellos und fällt trotzdem durch. Das ist die harte Hürde, und sie lässt sich nicht mit Wartung überwinden.

An einer Einstellung, die niemand geprüft hat. Manche Geräte haben das nötige TPM verbaut, es ist in der Firmware nur abgeschaltet. Solche Rechner gelten bei oberflächlicher Prüfung fälschlich als untauglich, und genau sie sind der Grund, warum am Ende zwölf Geräte bleiben konnten und nicht weniger.

Am knappen Arbeitsspeicher. Vier Gigabyte sind die Untergrenze, die Microsoft verlangt, und ein Gerät mit genau vier besteht die Prüfung. Ob damit auch Ihre Fachanwendung, Outlook und der Browser gleichzeitig arbeiten, prüft die Liste nicht mit. Diese Geräte gehören in eine dritte Spalte, nicht in die grüne.

Für Technik-Interessierte Woran die Prüfung wirklich hängt

Die Anforderungen bestehen aus drei Ebenen, die Sie getrennt prüfen müssen, und einem Werkzeug, das alle drei ausliest. Wer sie zusammenwirft, kommt zum falschen Ergebnis.

Inoffizielle Umgehungen der Prüfung existieren, garantieren aber keine künftigen Updates und scheiden für den Geschäftsbetrieb aus.

  • Die Firmware. Das Gerät muss im UEFI-Modus mit Secure Boot starten. Manche ältere Installation kann das, umgestellt hat sie aber nie jemand. Das ist eine Konfiguration, keine Hardwaregrenze.
  • Das TPM 2.0. Der Sicherheitschip ist in vielen Geräten der letzten Jahre verbaut, in der Firmware aber teils deaktiviert. Fragt jemand nur den Windows-Prüfassistenten, gelten diese Geräte fälschlich als untauglich. Einschalten lässt sich der Chip, nachrüsten nicht: Wo keiner verbaut ist, hilft nur ein anderes Gerät.
  • Die Prozessorliste. Microsoft unterstützt grob Intel-Generationen ab der achten und vergleichbare AMD-Modelle. Hier scheitern auch gepflegte Geräte, und dagegen hilft keine Einstellung.
  • Die zentrale Inventarisierung. Sie liest alle drei Merkmale automatisch aus, Gerät für Gerät. Das ist der Unterschied zwischen einer Liste und einer Schätzung.
Was ein Support-Kollege im August rät.
Sebastian Hubermit KI bearbeitet
„Ich habe im August lieber eine langweilige Liste als im Oktober ein spannendes Wochenende. Wer jetzt zählt, stellt im September in Ruhe um.“
Sebastian Huber
Senior Support Engineer
Und was wird aus den Geräten, die es nicht können?

Was mit den Altgeräten passiert

Im August wird gezählt. Jedes Gerät, mit allen drei Prüfebenen. Am Ende stehen zwei Listen: umstellen oder ersetzen. Das kostet nichts außer Zeit und entscheidet über den gesamten Rest.

Im August wird auch gerechnet. Aus der zweiten Liste wird ein Betrag, aufgeteilt auf Geräte, Lizenzen und Arbeitszeit. Erst diese Zahl gehört ins Budget, nicht die aus dem Angebot.

Im September wird umgestellt. Gestaffelt, ein paar Geräte pro Woche. Wer im August bestellt, bekommt noch, was passt. Je näher der Termin, desto zäher wird es bei der Verfügbarkeit und bei den Terminkalendern.

Wo es nicht anders geht, mit Aufschub, und der hat einen Preis. Microsoft verkauft für Windows 10 verlängerte Sicherheitsupdates, verrechnet je Gerät und Jahr. Die Preisliste für gewerblich genutzte Geräte steht in US-Dollar und liest sich, Stand August 2025, so: 61 im ersten Jahr, 122 im zweiten, 244 im dritten. Der Preis verdoppelt sich also jedes Jahr. Die Jahre sind kumulativ, wer erst im zweiten einsteigt, zahlt das erste mit, und Teiljahre gibt es nicht.

Was die Rechnung damit sagt. Drei Jahre Aufschub kosten 427 US-Dollar je Gerät, so nennt sie Microsoft. Ein neuer Arbeitsplatz kostet netto rund 1.500 Euro. Nach diesen drei Jahren steht derselbe Rechner von 2016 im Büro, samt einem Ablaufdatum, das Sie nur weitergeschoben haben. Ein Aufschub, der sich jedes Jahr verdoppelt, ist keine Sparmaßnahme, sondern eine Ratenzahlung auf einen Tausch, der ohnehin kommt. Wer ihn einplant, plant sein Ende gleich mit.

Wo die Grenze liegt

Zählen, Listen führen und Budget reservieren geht ohne Techniker. Die verlässliche Prüfung je Gerät, die Umstellung selbst und die Entscheidung, wo ein Aufschub vertretbar ist, gehören in erfahrene Hände. Nicht weil das Hexenwerk wäre, sondern weil zwei Monate keinen Raum mehr für Versuch und Irrtum lassen.

„Dann tauschen wir eben alles“

Der Gedanke ist verständlich: ein Beschluss, eine Bestellung, das Thema vom Tisch, und niemand muss durch den Betrieb gehen und zählen.

Nur zahlen Sie damit Geräte, die noch drei Jahre gelaufen wären, und erfahrungsgemäß auch noch eine Nummer zu groß. In dem Büro oben waren das 18.000 Euro. Im Fuhrpark ersetzt auch niemand alle Wagen, weil einer das Pickerl nicht bekommt.

Vier Fragen vor dem ersten Angebot.
Zum Weitergeben

Vier Fragen, und was Sie selbst tun können.

Das fragen Sie Das tun Sie
INVENTAR
„Zeigen Sie mir die Inventarliste: Welche unserer Geräte können Windows 11, welche nicht?“
Gehen Sie die Liste selbst durch und lassen Sie sich jede Zeile erklären, die Sie nicht zuordnen können.
KOSTEN
„Was kostet uns der Umstieg in Summe, aufgeteilt auf Geräte, Lizenzen und Ihre Arbeitszeit? Bitte schwarz auf weiß.“
Verlangen Sie die Aufstellung als Angebot und reservieren Sie ein Budgetfenster.
ZEITPLAN
„Legen Sie mir den Umstellungsplan bis zum 14. Oktober vor, Woche für Woche.“
Führen Sie den Wochenplan im eigenen Kalender mit.
AUFSCHUB
„Für welche Geräte planen Sie erweiterte Sicherheitsupdates, was kostet das je Gerät und Jahr bei uns in Euro, und wann endet der Aufschub?“
Tragen Sie das Enddatum des Aufschubs jetzt schon als Termin ein.

Muss für diese Antworten erst jemand durch den Betrieb gehen und zählen, hat Ihr Betreuer Ihren Bestand bisher nicht betreut, sondern bloß mitgeschleppt.

Wenn keine Antwort kommt

Nach dem Inventar gefragt.Und eine Schätzung statt einer Liste?

Dann kaufen Sie im Zweifel den ganzen Bestand, weil das Zählen niemand gemacht hat. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Wir erheben Ihre Geräte und sagen Ihnen, wie viele davon der Oktober wirklich betrifft.

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Max Hacklmit KI bearbeitet
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