Vier Jahre lang lief die Sicherung jede Nacht durch. Zurückgeholt hatte daraus nie jemand etwas. Begründung: verlassen hat sich der Betrieb auf das nächtliche Protokoll. Einen Fehler hat es nie gemeldet, grün war es tatsächlich. Dann fiel in dem Betrieb, den wir übernommen haben, der Server aus.
Ergebnis: Die Sicherung hat die Datenbank der Branchensoftware kopiert, aber in einem Zustand, aus dem sie sich nicht starten ließ. Aufgefallen wäre das bei jeder Probe, es gab nur nie eine. Uns ist bis heute keine Sicherung untergekommen, der eine Probe geschadet hätte.
Bis der Betrieb wieder arbeiten konnte, vergingen drei Tage. Drei Tage ohne Unterlagen, ohne offene Posten, ohne Buchhaltung. Der Unterschied zwischen drei Stunden und drei Tagen ist keine technische Feinheit, sondern der Preis des Ernstfalls. Vorher stand er nirgends.
Wer in diesen drei Tagen die Kunden anruft und was er ihnen sagt, entscheidet, wie der Vorfall im nächsten Jahr nachwirkt. Dazu kommt eine Frage, die im Betrieb regelmäßig erst im Schadensfall aufkommt: zahlt die Cyberversicherung, wenn niemand die Wiederherstellung je geprobt hat? Nachlesen lässt sich das nur in den Bedingungen.
Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.
Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.
Der Sicherungsumfang. Der Server steht in jedem Konzept. Weniger selbstverständlich sind drei andere: die Postfächer, die Ablage der Branchensoftware und die Daten in der Cloud. Bei der Cloud verlassen sich viele darauf, dass Microsoft das schon erledigt. Betriebe verändern sich, Sicherungen bekommen das nicht von selbst mit. Gehen Sie den Umfang einmal im Jahr bewusst durch.
Die Kopie außer Haus. Das ist der Punkt, der am häufigsten fehlt. Eine Sicherungsplatte neben dem Server hilft nicht bei Brand, Wasserschaden oder Einbruch, und sie hilft auch nicht bei einem Verschlüsselungsangriff: Moderne Erpressungssoftware sucht gezielt nach erreichbaren Sicherungen und verschlüsselt sie mit.
Die gemessene Dauer. Eine Sicherung, aus der die Wiederherstellung drei Tage braucht, ist eine andere Zusage als eine, die in drei Stunden zurück ist. Wer diese Zahl nicht nennen kann, hat sie nie gemessen, und dann ist sie im Ernstfall eine Überraschung.
Eine Sicherung kann formal fehlerfrei sein und trotzdem nicht zurückkommen. Vier Punkte entscheiden darüber.
Von diesen vier Punkten zeigt das Sicherungsprotokoll keinen einzigen an. Deshalb beweist ein grünes Häkchen nichts.
„Ein Backup ist für mich erst dann eines, wenn wir die Wiederherstellung geprobt haben. Alles davor ist ein grünes Häkchen in einem Menü.“
Monatlich die kleine Probe. Eine einzelne Datei, die jemand angeblich gestern gelöscht hat. Das dauert Minuten und deckt die häufigsten Lücken im Umfang auf.
Quartalsweise die mittlere. Ein ganzes Postfach oder ein Ordner der Branchensoftware. Hier zeigt sich, ob auch das gesichert wird, was seit dem letzten Umbau dazugekommen ist.
Einmal im Jahr die große. Ein kompletter Server, testweise hochgefahren in einer abgeschotteten Umgebung. Dabei zeigt sich, ob er startet, ob die Programme laufen und wie lange das Ganze dauert. Diese Dauer muss die Geschäftsführung kennen.
Nach jeder Probe das Protokoll. Was wiederhergestellt wurde, wie lange es gedauert hat, was aufgefallen ist. Aus „wir sichern täglich“ wird damit ein belegbares „wir haben am Monatsanfang wiederhergestellt, es hat funktioniert, und so lange hat es gedauert“.
Der Aufbau dahinter ist die alte Faustregel: drei Exemplare der wichtigen Daten, auf zwei verschiedenen Arten von Speicher, eine Kopie außer Haus. Mehr steckt hinter 3-2-1 nicht.
Den Sicherungsumfang hinterfragen und eine Rückholprobe einfordern können Sie selbst. Eine anwendungskonsistente Sicherung der Branchensoftware aufsetzen, die getrennte Kopie sauber organisieren und die Wiederherstellung unter realen Bedingungen proben: Das ist Arbeit für Leute, die es regelmäßig tun.
Stimmt, und der Einwand ist berechtigt. Sie haben eine Leistung eingekauft, sie steht auf der Rechnung, und niemand hat je gesagt, dass etwas fehlt. Bezahlt ist damit allerdings das Sichern. Ob zurückkommt, was gesichert wurde, ist eine andere Position, und die steht auf keiner Rechnung.
Den Feuerlöscher im Gang lassen Sie ja auch jährlich prüfen, obwohl er die ganze Zeit rot an der Wand hängt.
Bleibt eine dieser Antworten aus, haben Sie Ihre Sicherung bisher eingeschaltet, aber nie verantwortet.
Dann ist Ihre Sicherung bis heute eine Hoffnung und keine Zusage. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Wir gehen Ihre Sicherungskette durch und sagen Ihnen, wie lange eine Wiederherstellung bei Ihnen tatsächlich dauert.
Vier Jahre lang lief die Sicherung jede Nacht durch. Zurückgeholt hatte daraus nie jemand etwas. Begründung: verlassen hat sich der Betrieb auf das nächtliche Protokoll. Einen Fehler hat es nie gemeldet, grün war es tatsächlich. Dann fiel in dem Betrieb, den wir übernommen haben, der Server aus.
Ergebnis: Die Sicherung hat die Datenbank der Branchensoftware kopiert, aber in einem Zustand, aus dem sie sich nicht starten ließ. Aufgefallen wäre das bei jeder Probe, es gab nur nie eine. Uns ist bis heute keine Sicherung untergekommen, der eine Probe geschadet hätte.
Bis der Betrieb wieder arbeiten konnte, vergingen drei Tage. Drei Tage ohne Unterlagen, ohne offene Posten, ohne Buchhaltung. Der Unterschied zwischen drei Stunden und drei Tagen ist keine technische Feinheit, sondern der Preis des Ernstfalls. Vorher stand er nirgends.
Wer in diesen drei Tagen die Kunden anruft und was er ihnen sagt, entscheidet, wie der Vorfall im nächsten Jahr nachwirkt. Dazu kommt eine Frage, die im Betrieb regelmäßig erst im Schadensfall aufkommt: zahlt die Cyberversicherung, wenn niemand die Wiederherstellung je geprobt hat? Nachlesen lässt sich das nur in den Bedingungen.
Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.
Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.
Der Sicherungsumfang. Der Server steht in jedem Konzept. Weniger selbstverständlich sind drei andere: die Postfächer, die Ablage der Branchensoftware und die Daten in der Cloud. Bei der Cloud verlassen sich viele darauf, dass Microsoft das schon erledigt. Betriebe verändern sich, Sicherungen bekommen das nicht von selbst mit. Gehen Sie den Umfang einmal im Jahr bewusst durch.
Die Kopie außer Haus. Das ist der Punkt, der am häufigsten fehlt. Eine Sicherungsplatte neben dem Server hilft nicht bei Brand, Wasserschaden oder Einbruch, und sie hilft auch nicht bei einem Verschlüsselungsangriff: Moderne Erpressungssoftware sucht gezielt nach erreichbaren Sicherungen und verschlüsselt sie mit.
Die gemessene Dauer. Eine Sicherung, aus der die Wiederherstellung drei Tage braucht, ist eine andere Zusage als eine, die in drei Stunden zurück ist. Wer diese Zahl nicht nennen kann, hat sie nie gemessen, und dann ist sie im Ernstfall eine Überraschung.
Eine Sicherung kann formal fehlerfrei sein und trotzdem nicht zurückkommen. Vier Punkte entscheiden darüber.
Von diesen vier Punkten zeigt das Sicherungsprotokoll keinen einzigen an. Deshalb beweist ein grünes Häkchen nichts.
„Ein Backup ist für mich erst dann eines, wenn wir die Wiederherstellung geprobt haben. Alles davor ist ein grünes Häkchen in einem Menü.“
Monatlich die kleine Probe. Eine einzelne Datei, die jemand angeblich gestern gelöscht hat. Das dauert Minuten und deckt die häufigsten Lücken im Umfang auf.
Quartalsweise die mittlere. Ein ganzes Postfach oder ein Ordner der Branchensoftware. Hier zeigt sich, ob auch das gesichert wird, was seit dem letzten Umbau dazugekommen ist.
Einmal im Jahr die große. Ein kompletter Server, testweise hochgefahren in einer abgeschotteten Umgebung. Dabei zeigt sich, ob er startet, ob die Programme laufen und wie lange das Ganze dauert. Diese Dauer muss die Geschäftsführung kennen.
Nach jeder Probe das Protokoll. Was wiederhergestellt wurde, wie lange es gedauert hat, was aufgefallen ist. Aus „wir sichern täglich“ wird damit ein belegbares „wir haben am Monatsanfang wiederhergestellt, es hat funktioniert, und so lange hat es gedauert“.
Der Aufbau dahinter ist die alte Faustregel: drei Exemplare der wichtigen Daten, auf zwei verschiedenen Arten von Speicher, eine Kopie außer Haus. Mehr steckt hinter 3-2-1 nicht.
Den Sicherungsumfang hinterfragen und eine Rückholprobe einfordern können Sie selbst. Eine anwendungskonsistente Sicherung der Branchensoftware aufsetzen, die getrennte Kopie sauber organisieren und die Wiederherstellung unter realen Bedingungen proben: Das ist Arbeit für Leute, die es regelmäßig tun.
Stimmt, und der Einwand ist berechtigt. Sie haben eine Leistung eingekauft, sie steht auf der Rechnung, und niemand hat je gesagt, dass etwas fehlt. Bezahlt ist damit allerdings das Sichern. Ob zurückkommt, was gesichert wurde, ist eine andere Position, und die steht auf keiner Rechnung.
Den Feuerlöscher im Gang lassen Sie ja auch jährlich prüfen, obwohl er die ganze Zeit rot an der Wand hängt.
Bleibt eine dieser Antworten aus, haben Sie Ihre Sicherung bisher eingeschaltet, aber nie verantwortet.
Dann ist Ihre Sicherung bis heute eine Hoffnung und keine Zusage. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Wir gehen Ihre Sicherungskette durch und sagen Ihnen, wie lange eine Wiederherstellung bei Ihnen tatsächlich dauert.