RATH-iT
Foto: © Redtenbacher · mit KI bearbeitet
Grundlagen

Windows 10 endet im Oktober 2025: der Budgetposten für heuer

8. Jänner 2025 · RATH-iT · ← Zurück zum Blog
NEUN MONATE

Dreizehn von 22 Rechnern waren zu alt.Die einzige Liste im Betrieb kam aus der Buchhaltung.

Anfang Jänner. Der 14. Oktober steht seit Monaten fest, im Investitionsplan für dieses Jahr ist er nicht angekommen. Was ein Arbeitsplatz kostet, wenn der Betrieb ihn tauschen muss, kann auf Anhieb keiner sagen.

13von 22 Rechnern
waren für Windows 11 zu alt
! Ein gewöhnlicher Jännertag im Büro
08:20 Sekretariat „Der Investitionsplan ist vorige Woche durchgegangen.“
10:05 Buchhaltung „Für Gerätetausch steht darin kein einziger Euro.“
14:30 Kollege „Meiner ist von 2017. Läuft aber tadellos.“
16:40 Sie „Oktober, da ist noch ewig Zeit. Das nehmen wir nach dem Sommer her.“

Wir sitzen derzeit in mehreren Wiener Büros über der Planung für das laufende Jahr. Der 14. Oktober kommt dabei jedes Mal zur Sprache, und jedes Mal später, als er sollte.

Eine Geräteliste gab es, sie führte nur den Anschaffungswert

Zweiundzwanzig Arbeitsplätze, neun davon tauglich für Windows 11. Das Büro haben wir im Frühjahr übernommen. Ein Verzeichnis der Geräte war vorhanden, weitergeholfen hat es uns trotzdem nicht. Grund: es stammte aus der Anlagenbuchhaltung und führte den Anschaffungswert je Rechner, nicht das Betriebssystem darauf.

Ergebnis: Dreizehn Geräte waren zu alt, in einer Planung stand keines davon. Am Stichtag selbst bleibt trotzdem kein einziger dieser Rechner stehen. Sie starten wie immer, Outlook geht auf, die Branchensoftware auch. Deshalb fällt der 14. Oktober niemandem auf. Gemeldet hat den Zustand auch keiner. Auf das Baujahr angesprochen, verwies der Betrieb auf ein Gerät, das jeden Morgen hochfährt. Nun gut, das Gerät läuft ja auch.

Was endet, ist der Nachschub an Sicherheitsupdates: Microsoft schließt Schwachstellen laufend, dieses Schließen hört heuer, also 2025, am 14. Oktober auf, das Entdecken hört nicht auf. Am selben Tag endet auch der Support für Office 2016 und 2019.

Dreizehn Geräte sind damit kein Wartungsfall, sondern ein Budgetposten. Kostenpunkt: gerechnet wird je Arbeitsplatz, Gerät und Einrichtung zusammen, bei CAD- und Planungsarbeitsplätzen deutlich mehr. In Summe ergibt das einen niedrigen fünfstelligen Betrag, der entweder im Jänner in den Investitionsplan wandert oder im Herbst aus dem laufenden Geschäft kommt. Im zweiten Fall bestimmt nicht mehr der Betrieb Preis und Liefertermin, sondern der Kalender.

Kennen Sie diese Sätze aus Ihrem Betrieb?
Woran Sie den Zustand erkennen

Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.

Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.

01 Steht nirgends, was ein einzelner neuer Arbeitsplatz bei Ihnen kostet?
02 Müssten Sie erst nachsehen lassen, ob für Gerätetausch heuer überhaupt ein Rahmen vorgesehen ist?
03 Ist offen, bis wann eine Bestellung draußen sein müsste, damit im Oktober nichts mehr ansteht?
04 Müssten Sie erst nachfragen, was an einem Tauschtag mit Daten, Programmen und Druckern geschieht?
05 Erfahren Sie von Fristen wie dem 14. Oktober aus der Zeitung statt von Ihrer IT?
Woran Sie es im Alltag merken.

Was im Jänner schon sichtbar ist

Der Stückpreis. Entweder es gibt eine Zahl, was ein Arbeitsplatz im Betrieb kostet, oder es gibt sie erst mit dem Angebot. Wer sie auf Anhieb nennen kann, hat für Ihren Betrieb schon einmal gerechnet.

Der Budgetposten. Ein Termin, der niemanden erreicht hat, steht in keinem Budget. Umgekehrt gilt das auch: Wo ein Rahmen für Gerätetausch drinsteht, hat jemand mitgedacht, bevor Sie gefragt haben.

Der Bestelltermin. Er steht im Kalender, oder er ergibt sich. Im ersten Fall bestimmen Sie ihn, im zweiten die Lieferzeit.

Für Technik-Interessierte Was am 14. Oktober endet und was nicht

Der Termin betrifft mehr als die Rechner, und er bedeutet weniger, als das Wort Ablaufdatum vermuten lässt. Vier Punkte ordnen ihn ein.

Für die Jahresplanung heißt das: Der Termin ist kein Risiko, das man abwägt, sondern ein Datum, um das herum man bestellt.

  • Zwei Support-Enden am selben Tag. Windows 10 und die Office-Pakete 2016 und 2019 verlieren am 14. Oktober 2025 gemeinsam den Support. Wer nur an die Rechner denkt, plant die Hälfte.
  • Was „kein Support“ bedeutet. Keine Sicherheitsupdates, keine Fehlerkorrekturen, keine technische Unterstützung durch Microsoft. Die Software läuft weiter, Microsoft wartet sie nur nicht mehr. Genau deshalb erzeugt der Tag kein Symptom.
  • Die Hardwaregrenze. Windows 11 verlangt einen Sicherheitschip (TPM 2.0), eine moderne Firmware (UEFI) mit Secure Boot und einen Prozessor von der Freigabeliste des Herstellers. Deshalb heißt die Rechnung bei älteren Geräten nicht Update, sondern Gerät.
  • Wo das Datum überhaupt steht. Microsoft führt für jedes Produkt ein Lifecycle-Datenblatt mit Enddatum. Das ist eine öffentlich abfragbare Angabe und keine Auslegungssache. Wer sagt, das laufe schon noch, widerspricht einem Datum, das jeder nachlesen kann.
Einer, der viele Gerätetausche begleitet hat.
Max Hacklmit KI bearbeitet
„Ich habe noch keinen Gerätetausch erlebt, der zu früh geplant war. Zu spät geplante kenne ich einige, und billiger war davon keiner.“
Max Hackl
Geschäftsführer
Wie sieht ein ruhiger Tauschplan aus?

Wie ein ruhiger Tauschplan abläuft

Im Jänner bekommt der Termin einen Betrag. Die erste Frage ist nicht die Stückzahl, sondern der Stückpreis: Was kostet ein Arbeitsplatz im Betrieb, Gerät und Einrichtung zusammen? Erst mit dieser Zahl wird aus einem Datum ein Budgetposten.

Im Frühjahr wird entschieden. Aus dem Betrag wird ein Rahmen, den Sie in Ruhe freigeben statt im Herbst unter Druck. Jetzt können Sie sich die Liefertermine auch noch aussuchen.

Über den Sommer wird getauscht. Ein paar Geräte pro Monat. Die neuen Rechner kommen vorbereitet an, wir übernehmen Daten, Programme und Drucker, der Wechsel am Arbeitsplatz dauert kurz.

Im Oktober ist nichts mehr zu tun. Das ist der ganze Unterschied zwischen Plan und Notkauf.

Wo die Grenze liegt

Den Stückpreis erfragen und einen Rahmen festlegen können Sie ohne fremde Hilfe, und beides gehört ohnehin Ihnen. Erfahrung braucht es bei der Übernahme von Daten, Programmen und Druckern am Tauschtag, damit niemand einen Arbeitstag verliert. Ab etwa zehn Geräten wird aus der Übung ohnehin ein Projekt mit Terminen, und Termine im Herbst sind teurer als Termine im Frühjahr.

„Die Geräte laufen doch“

Der Einwand ist verständlich, und er stimmt sogar. Wer einen Gerätepark ansieht, der jeden Morgen brav hochfährt, hat keinen Grund, Geld auszugeben. Genau deshalb fällt dieses Datum durch: Es hängt an keinem Symptom.

Ihre Betriebshaftpflicht kündigen Sie ja auch nicht, weil heuer nichts passiert ist. Der Rechner von 2017 ist nach dem 14. Oktober kein schlechteres Gerät als davor. Er ist nur eines, für das niemand mehr Lücken schließt. Der geplante Tausch ist am Ende dieselbe Ausgabe, nur zum Wunschtermin und in der Höhe, die Sie festgelegt haben, statt der Kalender.

Diese vier Fragen klären Ihren Tauschplan.
Zum Weitergeben

Vier Fragen, und was Sie selbst tun können.

Das fragen Sie Das tun Sie
STÜCKPREIS
„Was kostet bei uns ein neuer Arbeitsplatz, Gerät, Lizenz und Einrichtung in einer Zahl?“
Lassen Sie sich den Stückpreis nennen, bevor über Stückzahlen geredet wird.
JAHRESPLAN
„Welche Geräte tauschen wir wann bis Oktober, und was davon fällt ins nächste Budgetjahr?“
Tragen Sie die Termine sofort in den Kalender ein, rückwärts vom Sommer.
BESTELLTERMIN
„Bis wann muss die Bestellung draußen sein, damit im Oktober nichts mehr ansteht? Bitte mit der Lieferzeit, mit der Sie rechnen.“
Halten Sie diesen Termin schriftlich fest und fragen Sie eine Woche davor nach.
TAUSCHTAG
„Was passiert am Tauschtag mit Daten, Programmen und Druckern?“
Lassen Sie den Ablauf an einem einzelnen Arbeitsplatz vorführen, bevor der Rest folgt.

Wer für diese Antworten erst zu suchen beginnt, kennt Ihren Gerätepark nur von den Rechnungen.

Wenn keine Antwort kommt

Nach dem Stückpreis gefragt.Und eine Summe für alles bekommen?

Dann steht der Oktober bei Ihnen bis heute ohne Betrag im Kalender. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Wir rechnen Ihnen einen Arbeitsplatz durch und sagen Ihnen, welcher Rahmen für heuer realistisch ist.

kostenlos & unverbindlich
Max Hacklmit KI bearbeitet
Ihr Ansprechpartner
Max Hackl
Geschäftsführer
Weiterlesen
Alle Beiträge →