Acht von 24 Messpunkten lagen unter -70 dBm. In der Verwaltung mit einem Dutzend Mitarbeitern, die wir übernommen haben, hing ein einziger Zugangspunkt beim Verteiler im Technikraum. Der sollte einen ganzen Altbautrakt versorgen, durch tragende Ziegelmauern bis ins Besprechungszimmer. Ein Gerät für alles kann reichen. Nachgemessen haben wir raumweise im 5-GHz-Band, gezählt jeden Punkt unter -70 dBm, weil darunter für Sprache und Video keine Reserve mehr bleibt.
Ergebnis: Der schlechteste Punkt lag bei -82 dBm. Die acht schwachen Punkte verteilten sich auf zwei Räume, das Besprechungszimmer und den Eingangsbereich, in dem die Parteien warten. So ein Wert heißt nicht, dass nichts geht, sondern dass die Verbindung hält, solange nur E-Mail und Ablage darüber laufen.
Ursache: Zwischen 18 und 32 Prozent der Pakete musste das Netz ein zweites Mal senden. Beim Speichern eines Dokuments merkt davon niemand etwas, es kostet eine Sekunde. Eine Videobesprechung verträgt es nicht. Daran ist die Eigentümerversammlung gescheitert. Dreimal haben die Teilnehmer sie neu gestartet.
Nach dem Umbau haben wir dieselben 24 Punkte noch einmal gemessen. Keiner lag mehr unter -70 dBm. Die Wiederholungen lagen bei zwei bis sieben Prozent. Seither laufen die Videobesprechungen durch.
Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.
Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.
Der Ort, an dem das eine Gerät hängt. Meist dort, wo der Anschluss aus der Wand kommt, im Technikraum. Von dort soll es das ganze Büro versorgen. Der Ort ist gewachsen, nicht gewählt. In Wiener Altbauten mit ihren dicken Mauern funktioniert das besonders zuverlässig nicht.
Die Ausleuchtung. Ein Funknetz planen Sie wie die Beleuchtung: erheben, welche Räume Versorgung brauchen und wo Wände und Störquellen stehen, dann mehrere Zugangspunkte setzen. Wo niemand gemessen hat, ist die Platzierung eine Vermutung. Neustarts ändern daran nichts.
Der Zettel für den Besucher. Wer Besuchern das interne Passwort gibt, holt fremde Geräte dorthin, wo auch Server und Ablage erreichbar sind. Was auf dem Gerät des Gastes installiert ist, weiß niemand. Das Passwort ist danach draußen, zurückholen kann man es nicht.
Eine Ausleuchtung zählt keine Balken. An jedem Messpunkt nehmen wir mehrere Werte auf, und jeder erklärt eine andere Störung.
Ein Altbau braucht deshalb mehrere Zugangspunkte, ein Büro mit Parteienverkehr ein zweites Netz.
„Die meisten WLAN-Probleme, die ich betreue, sind keine Gerätefehler, sondern Planungsfehler. Ein Zugangspunkt am falschen Ort bleibt der falsche Ort, egal wie oft man neu startet.“
Zuerst die Messung. Fixe Punkte in jedem Raum, in dem gearbeitet oder gewartet wird. Das Ergebnis ist eine Unterlage, kein Gefühl, und sie sagt, wie viele Zugangspunkte es braucht und wohin sie gehören. Nach dem Umbau messen wir ein zweites Mal, an denselben Stellen, sonst ist der Vergleich wertlos.
Dann die Montage. Unauffällige Geräte an der Decke, dort, wo die Messung sie verlangt. Der Aufwand dafür ist überschaubarer, als viele erwarten, weil die vorhandene Verkabelung meist genügt.
Dann die Trennung. Ein internes Netz für die Mitarbeiter, ein Gastnetz, das ausschließlich ins Internet führt. Besucher bekommen Internet und sehen sonst nichts.
Danach im Alltag. Niemand wechselt wegen des Empfangs den Platz, und niemand überlegt vor einem Termin, ob der Raum heute hält. Fragt eine Partei nach dem WLAN, gibt es eine Antwort ohne Zettel. Man merkt es vor allem daran, dass niemand mehr darüber spricht.
Die Bestandsaufnahme der Ärgernisse schaffen Sie im Vorbeigehen, und ein einzelnes Gerät tauschen kann jeder Elektrohändler. Eine Ausleuchtung mit Messwerten, die richtige Platzierung und die saubere Trennung von internem Netz und Gastnetz sind dagegen Planungsarbeit, für die es Werkzeug und Erfahrung braucht.
Stimmt, und genau deshalb steht das Thema seit Jahren auf keiner Liste. Ein Netz, das an vier von fünf Tagen hält, produziert keinen Antrag und keine Rechnung. Es produziert nur Ausweichbewegungen, und die zahlt niemand aus einem eigenen Topf.
Eine Heizung, die in zwei Zimmern nicht warm wird, erklären Sie einer Eigentümergemeinschaft ja auch nicht mit „geht ja meistens“.
Gibt es weder Messung noch Unterlagen, haben Sie Ihr Netz bisher angesteckt, nicht geplant.
Dann wissen Sie nicht, ob Ihr Funknetz nur unbequem ist oder eine offene Tür. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Nennen Sie uns die Räume, die Ihr Team meidet, dort messen wir zuerst.
Acht von 24 Messpunkten lagen unter -70 dBm. In der Verwaltung mit einem Dutzend Mitarbeitern, die wir übernommen haben, hing ein einziger Zugangspunkt beim Verteiler im Technikraum. Der sollte einen ganzen Altbautrakt versorgen, durch tragende Ziegelmauern bis ins Besprechungszimmer. Ein Gerät für alles kann reichen. Nachgemessen haben wir raumweise im 5-GHz-Band, gezählt jeden Punkt unter -70 dBm, weil darunter für Sprache und Video keine Reserve mehr bleibt.
Ergebnis: Der schlechteste Punkt lag bei -82 dBm. Die acht schwachen Punkte verteilten sich auf zwei Räume, das Besprechungszimmer und den Eingangsbereich, in dem die Parteien warten. So ein Wert heißt nicht, dass nichts geht, sondern dass die Verbindung hält, solange nur E-Mail und Ablage darüber laufen.
Ursache: Zwischen 18 und 32 Prozent der Pakete musste das Netz ein zweites Mal senden. Beim Speichern eines Dokuments merkt davon niemand etwas, es kostet eine Sekunde. Eine Videobesprechung verträgt es nicht. Daran ist die Eigentümerversammlung gescheitert. Dreimal haben die Teilnehmer sie neu gestartet.
Nach dem Umbau haben wir dieselben 24 Punkte noch einmal gemessen. Keiner lag mehr unter -70 dBm. Die Wiederholungen lagen bei zwei bis sieben Prozent. Seither laufen die Videobesprechungen durch.
Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.
Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.
Der Ort, an dem das eine Gerät hängt. Meist dort, wo der Anschluss aus der Wand kommt, im Technikraum. Von dort soll es das ganze Büro versorgen. Der Ort ist gewachsen, nicht gewählt. In Wiener Altbauten mit ihren dicken Mauern funktioniert das besonders zuverlässig nicht.
Die Ausleuchtung. Ein Funknetz planen Sie wie die Beleuchtung: erheben, welche Räume Versorgung brauchen und wo Wände und Störquellen stehen, dann mehrere Zugangspunkte setzen. Wo niemand gemessen hat, ist die Platzierung eine Vermutung. Neustarts ändern daran nichts.
Der Zettel für den Besucher. Wer Besuchern das interne Passwort gibt, holt fremde Geräte dorthin, wo auch Server und Ablage erreichbar sind. Was auf dem Gerät des Gastes installiert ist, weiß niemand. Das Passwort ist danach draußen, zurückholen kann man es nicht.
Eine Ausleuchtung zählt keine Balken. An jedem Messpunkt nehmen wir mehrere Werte auf, und jeder erklärt eine andere Störung.
Ein Altbau braucht deshalb mehrere Zugangspunkte, ein Büro mit Parteienverkehr ein zweites Netz.
„Die meisten WLAN-Probleme, die ich betreue, sind keine Gerätefehler, sondern Planungsfehler. Ein Zugangspunkt am falschen Ort bleibt der falsche Ort, egal wie oft man neu startet.“
Zuerst die Messung. Fixe Punkte in jedem Raum, in dem gearbeitet oder gewartet wird. Das Ergebnis ist eine Unterlage, kein Gefühl, und sie sagt, wie viele Zugangspunkte es braucht und wohin sie gehören. Nach dem Umbau messen wir ein zweites Mal, an denselben Stellen, sonst ist der Vergleich wertlos.
Dann die Montage. Unauffällige Geräte an der Decke, dort, wo die Messung sie verlangt. Der Aufwand dafür ist überschaubarer, als viele erwarten, weil die vorhandene Verkabelung meist genügt.
Dann die Trennung. Ein internes Netz für die Mitarbeiter, ein Gastnetz, das ausschließlich ins Internet führt. Besucher bekommen Internet und sehen sonst nichts.
Danach im Alltag. Niemand wechselt wegen des Empfangs den Platz, und niemand überlegt vor einem Termin, ob der Raum heute hält. Fragt eine Partei nach dem WLAN, gibt es eine Antwort ohne Zettel. Man merkt es vor allem daran, dass niemand mehr darüber spricht.
Die Bestandsaufnahme der Ärgernisse schaffen Sie im Vorbeigehen, und ein einzelnes Gerät tauschen kann jeder Elektrohändler. Eine Ausleuchtung mit Messwerten, die richtige Platzierung und die saubere Trennung von internem Netz und Gastnetz sind dagegen Planungsarbeit, für die es Werkzeug und Erfahrung braucht.
Stimmt, und genau deshalb steht das Thema seit Jahren auf keiner Liste. Ein Netz, das an vier von fünf Tagen hält, produziert keinen Antrag und keine Rechnung. Es produziert nur Ausweichbewegungen, und die zahlt niemand aus einem eigenen Topf.
Eine Heizung, die in zwei Zimmern nicht warm wird, erklären Sie einer Eigentümergemeinschaft ja auch nicht mit „geht ja meistens“.
Gibt es weder Messung noch Unterlagen, haben Sie Ihr Netz bisher angesteckt, nicht geplant.
Dann wissen Sie nicht, ob Ihr Funknetz nur unbequem ist oder eine offene Tür. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Nennen Sie uns die Räume, die Ihr Team meidet, dort messen wir zuerst.