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Foto: © Redtenbacher · mit KI bearbeitet
Hausverwaltung

WLAN in der Hausverwaltung: Besprechungszimmer und Gastzugang

22. Mai 2025 · RATH-iT · ← Zurück zum Blog
DER ZETTEL

Die Termine sind in den vorderen Raum gewandert.Gesendet hat ein Gerät für alle Räume.

Dienstag, kurz vor zehn. Der Laptop wandert aus dem Besprechungszimmer nach vorne, weil die Verbindung dort hält. Dass es hinten nicht geht, weiß im Büro jeder, nachgesehen hat es nie jemand.

8von 24 Messpunkten
lagen unter -70 dBm, nach dem Umbau keiner
! Ein Dienstag mit Parteienverkehr
10:10 Verwalterin „Das Bild ist wieder eingefroren. Ich setze mich näher zur Tür.“
11:30 Empfang „Eine Partei fragt nach dem WLAN. Ich gebe ihr das Passwort auf einem Zettel.“
14:45 Sachbearbeitung „Das Telefonat mit der Partei ist mitten im Gespräch abgerissen.“
16:20 Sie „Geht ja meistens. Ein Gerät haben wir ohnehin.“

Wir messen gerade so ein Büro aus, und beide Punkte standen auf demselben Zettel mit Beschwerden: der Empfang im Besprechungszimmer und der Gastzugang.

Zwei Räume lagen unter der Grenze, seit dem Umbau keiner

Acht von 24 Messpunkten lagen unter -70 dBm. In der Verwaltung mit einem Dutzend Mitarbeitern, die wir übernommen haben, hing ein einziger Zugangspunkt beim Verteiler im Technikraum. Der sollte einen ganzen Altbautrakt versorgen, durch tragende Ziegelmauern bis ins Besprechungszimmer. Ein Gerät für alles kann reichen. Nachgemessen haben wir raumweise im 5-GHz-Band, gezählt jeden Punkt unter -70 dBm, weil darunter für Sprache und Video keine Reserve mehr bleibt.

Ergebnis: Der schlechteste Punkt lag bei -82 dBm. Die acht schwachen Punkte verteilten sich auf zwei Räume, das Besprechungszimmer und den Eingangsbereich, in dem die Parteien warten. So ein Wert heißt nicht, dass nichts geht, sondern dass die Verbindung hält, solange nur E-Mail und Ablage darüber laufen.

Ursache: Zwischen 18 und 32 Prozent der Pakete musste das Netz ein zweites Mal senden. Beim Speichern eines Dokuments merkt davon niemand etwas, es kostet eine Sekunde. Eine Videobesprechung verträgt es nicht. Daran ist die Eigentümerversammlung gescheitert. Dreimal haben die Teilnehmer sie neu gestartet.

Nach dem Umbau haben wir dieselben 24 Punkte noch einmal gemessen. Keiner lag mehr unter -70 dBm. Die Wiederholungen lagen bei zwei bis sieben Prozent. Seither laufen die Videobesprechungen durch.

Kennen Sie solche Räume bei sich?
Woran Sie den Zustand erkennen

Fünf Punkte.Still für sich beantwortet.

Es geht nicht um Schuld, nur um das Muster.

01 Meidet Ihr Team bestimmte Räume, weil dort nichts funktioniert?
02 Bekommen Besucher Ihr internes Passwort auf einem Zettel?
03 Zahlen Sie für ein Funknetz, das nie jemand ausgemessen hat?
04 Steht nirgends, wer das interne WLAN-Passwort alles bekommen hat?
05 Sie sind sich nicht sicher, ob ein fremdes Gerät in Ihrem Netz überhaupt auffallen würde?
Woran Sie es im Alltag merken.

Ein Gerät für das ganze Büro, ein Zettel für den Gast

Der Ort, an dem das eine Gerät hängt. Meist dort, wo der Anschluss aus der Wand kommt, im Technikraum. Von dort soll es das ganze Büro versorgen. Der Ort ist gewachsen, nicht gewählt. In Wiener Altbauten mit ihren dicken Mauern funktioniert das besonders zuverlässig nicht.

Die Ausleuchtung. Ein Funknetz planen Sie wie die Beleuchtung: erheben, welche Räume Versorgung brauchen und wo Wände und Störquellen stehen, dann mehrere Zugangspunkte setzen. Wo niemand gemessen hat, ist die Platzierung eine Vermutung. Neustarts ändern daran nichts.

Der Zettel für den Besucher. Wer Besuchern das interne Passwort gibt, holt fremde Geräte dorthin, wo auch Server und Ablage erreichbar sind. Was auf dem Gerät des Gastes installiert ist, weiß niemand. Das Passwort ist danach draußen, zurückholen kann man es nicht.

Für Technik-Interessierte Was eine WLAN-Ausleuchtung misst

Eine Ausleuchtung zählt keine Balken. An jedem Messpunkt nehmen wir mehrere Werte auf, und jeder erklärt eine andere Störung.

Ein Altbau braucht deshalb mehrere Zugangspunkte, ein Büro mit Parteienverkehr ein zweites Netz.

  • Signalstärke und Rauschabstand. Der Grundwert ist der RSSI in dBm, je näher an null, desto besser: angenehm sind -60 bis -65 dBm, geplant wird auf ungefähr -67 dBm als Untergrenze, und unter -70 dBm bleibt für Sprache und Video keine Reserve mehr. Deshalb planen wir auf den einen Wert und zählen im Bestand gegen den anderen. Wir planen auf 5 GHz, weil 2,4 GHz weiter reicht und deshalb eine Abdeckung vortäuscht. Dazu der SNR, der Abstand des Signals zum Grundrauschen, ab etwa 25 dB brauchbar.
  • Kanalauslastung und Wiederholungen. Ein Kanal kann belegt sein, obwohl der Empfang gut ist: unter 20 Prozent Kanalauslastung ist hervorragend, über 60 Prozent wird es zäh. Jedes Paket, das nicht ankommt, sendet das Gerät erneut, und diese Retries gehören unter zehn Prozent. Darüber entstehen Paketverluste und Latenzspitzen, und darauf reagiert eine Videobesprechung als Erste: Ton und Bild müssen in dem Moment ankommen, in dem sie entstehen. Wir messen im eigenen Netz und nicht über einen Speedtest ins Internet.
  • Roaming. Gute Anlagen übergeben ein Gerät von einem Zugangspunkt zum nächsten, ohne dass die Verbindung abreißt. Hängt es am ersten fest, heißt das Sticky Client.
  • Das Gastnetz. Technisch ein eigenes virtuelles Netz (VLAN) auf derselben Verkabelung, dem die Firewall nur den Weg ins Internet erlaubt. Das kostet keine Hardware, sondern eine Konfiguration.
Was unser Support in Altbauten sieht.
Sebastian Hubermit KI bearbeitet
„Die meisten WLAN-Probleme, die ich betreue, sind keine Gerätefehler, sondern Planungsfehler. Ein Zugangspunkt am falschen Ort bleibt der falsche Ort, egal wie oft man neu startet.“
Sebastian Huber
Senior Support Engineer
Und was ändert eine Ausleuchtung?

Wie das gelöst im Alltag aussieht

Zuerst die Messung. Fixe Punkte in jedem Raum, in dem gearbeitet oder gewartet wird. Das Ergebnis ist eine Unterlage, kein Gefühl, und sie sagt, wie viele Zugangspunkte es braucht und wohin sie gehören. Nach dem Umbau messen wir ein zweites Mal, an denselben Stellen, sonst ist der Vergleich wertlos.

Dann die Montage. Unauffällige Geräte an der Decke, dort, wo die Messung sie verlangt. Der Aufwand dafür ist überschaubarer, als viele erwarten, weil die vorhandene Verkabelung meist genügt.

Dann die Trennung. Ein internes Netz für die Mitarbeiter, ein Gastnetz, das ausschließlich ins Internet führt. Besucher bekommen Internet und sehen sonst nichts.

Danach im Alltag. Niemand wechselt wegen des Empfangs den Platz, und niemand überlegt vor einem Termin, ob der Raum heute hält. Fragt eine Partei nach dem WLAN, gibt es eine Antwort ohne Zettel. Man merkt es vor allem daran, dass niemand mehr darüber spricht.

Wo die Grenze liegt

Die Bestandsaufnahme der Ärgernisse schaffen Sie im Vorbeigehen, und ein einzelnes Gerät tauschen kann jeder Elektrohändler. Eine Ausleuchtung mit Messwerten, die richtige Platzierung und die saubere Trennung von internem Netz und Gastnetz sind dagegen Planungsarbeit, für die es Werkzeug und Erfahrung braucht.

„Es geht ja meistens“

Stimmt, und genau deshalb steht das Thema seit Jahren auf keiner Liste. Ein Netz, das an vier von fünf Tagen hält, produziert keinen Antrag und keine Rechnung. Es produziert nur Ausweichbewegungen, und die zahlt niemand aus einem eigenen Topf.

Eine Heizung, die in zwei Zimmern nicht warm wird, erklären Sie einer Eigentümergemeinschaft ja auch nicht mit „geht ja meistens“.

Vier Fragen zu Ihrem Funknetz.
Zum Weitergeben

Vier Fragen, und was Sie selbst tun können.

Das fragen Sie Das tun Sie
MESSUNG
„Wann wurde unser Funknetz zuletzt ausgemessen? Bitte mit der Dokumentation.“
Beauftragen Sie eine Ausleuchtung als eigenen Punkt, wenn es keine Unterlagen gibt.
TRENNUNG
„Sind Gastgeräte vom internen Netz getrennt? Bitte zeigen Sie mir, wie.“
Melden Sie Ihr eigenes Handy im Gastnetz an: Kommen Sie damit auf ein Laufwerk, ist es keine Trennung.
FREMDGERÄTE
„Wie viele Geräte sind heute in unserem internen Netz angemeldet? Bitte als Liste, nicht als Auskunft.“
Gehen Sie die Liste gegen Ihre Mitarbeiterliste durch und lassen Sie jedes Gerät klären, das übrig bleibt.
RAUMBEFUND
„In welchen Räumen ist der Empfang zu schwach für eine Videobesprechung, und woran machen Sie das fest?“
Gehen Sie die genannten Räume durch und ergänzen Sie jene, in denen bei Ihnen tatsächlich besprochen wird.

Gibt es weder Messung noch Unterlagen, haben Sie Ihr Netz bisher angesteckt, nicht geplant.

Wenn keine Antwort kommt

Nach der Messung gefragt.Und einen Neustart als Antwort bekommen?

Dann wissen Sie nicht, ob Ihr Funknetz nur unbequem ist oder eine offene Tür. Reden wir eine halbe Stunde darüber. Nennen Sie uns die Räume, die Ihr Team meidet, dort messen wir zuerst.

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Max Hacklmit KI bearbeitet
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